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Werkzeugspuren beige-schwarz

Werkzeugspuren beige-schwarz

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Der weiche, formbare Ton, in dem Finger und Werkzeuge Spuren hinterlassen können, hat schon in der Steinzeit Menschen fasziniert. Gefäße wurden so charakteristisch verziert. Nach den Besonderheiten von Keramikgefäßen wurden einzelne steinzeitliche Kulturen benannt. „Im Donaugebiet entstand zunächst die Linearbandkeramik, (…) welche auch Linienbandkeramik genannt wird. Dies ist die älteste bekannte Kultur des europäischen Neolithikums.“¹
„In Mesopotamien wurde um 3400 v.Chr. zum ersten Mal eine Schrift erfunden, die man in weichen Ton ritzte.“²
Dies sind zwei Beispiele für die besondere Bedeutung von Keramik in der kulturellen Evolution des Menschen und in diesem Kontext die Wichtigkeit der Werkzeugspuren im Ton.
 
In der zeitgenössischen Kunst werden häufig grundlegende Techniken zum Thema der künstlerischen Auseinandersetzung. Ein augenfälliges Beispiel ist Ulrich Rückriem: „Statt im Atelier arbeitet Rückriem direkt vor Ort, wo er den Stein auswählt und herauslöst, um den Block schließlich noch im Steinbruch zu spalten und zu schneiden. Die daraus entstehenden geometrischen Formen lassen seine Methode erkennen, den Granit zu teilen und wieder zusammenzusetzen; die Spuren seines Eingriffs in das Material werden dabei weniger verborgen als vielmehr betont.“³
Unter der Überschrift „Werkzeugspuren“ sind kleine Arbeiten zu finden, in denen Werkzeuge charakteristisch Spuren hinterlassen haben, die hier ohne einen abbildhaften Kontext eine bestimmte Wirkung erzeugen.
Diese Arbeiten sind mit einer Broschennadel versehen und danach gerahmt.
 
¹ praehistorische-archaeologie.de (Neolithikum)
² uni-hamburg.de (Tontafeln mit Keilschrift aus Mesopotamien)
³ https://nrw-skulptur.net (Ulrich Rückriem)

Höhe x Breite x Tiefe: ca. 30 mm x 40 mm x 5 mm

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